Karriere

Gut beraten von den Experten der ERGO Group

Jonas P. aus Würzburg:
Der Personalchef meines neuen Arbeitgebers verlangt von mir ein Führungszeugnis. Was steht da genau drin und woher bekomme ich es?

Michaela Rassat, Juristin der D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice):
Das Führungszeugnis ist bei der örtlichen Meldebehörde oder über das Online-Portal des Bundesamtes für Justiz erhältlich. Es gibt Auskunft darüber, ob eine Person schon einmal strafrechtlich verurteilt wurde und stützt sich dabei auf die Angaben im Bundeszentralregister. Hier sind alle strafrechtlichen Verurteilungen einer Person aufgeführt. Das Führungszeugnis gibt jedoch nicht alle Inhalte wieder. Zu den wichtigen Ausnahmen gehören unter anderem zur Bewährung ausgesetzte Jugendstrafen oder bestimmte Fälle von Straftaten, die bei bestehender Abhängigkeit von Betäubungsmitteln begangen wurden. Strafen, die eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen beziehungsweise eine Freiheitsstrafe von drei Monaten nicht überschreiten, zählen auch dazu – solange das Register ansonsten “sauber” ist. Eine vollständige Liste aller Ausnahmen enthält § 32 Bundeszentralregistergesetz. Geht es jedoch um eine Berufstätigkeit mit Kontakt zu Minderjährigen, verlangt der Arbeitgeber unter Umständen ein erweitertes Führungszeugnis. In diesem finden sich gegenüber dem einfachen Führungszeugnis zusätzliche Straftatbestände ohne Rücksicht auf die oben genannten Ausnahmen. Ist seit einer Verurteilung ein bestimmter Zeitraum verstrichen, findet diese keinen Eingang mehr in das Führungszeugnis. Je nach Delikt und Strafe liegt die Frist bei drei bis fünf Jahren, bei einigen Delikten können es bis zu zehn Jahre sein. Auch davon gibt es Ausnahmen, etwa wenn gegen den Betroffenen die Anordnung einer Sicherheitsverwahrung vorliegt.
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Wie viel Fake verträgt ein Recruitingprozess?

Von Brigitte Herrmann

Der Wert von Wahrheit und Echtheit scheint ein immer selteneres Gut zu werden. Stattdessen erfreuen sich Fake News vor allem in sozialen Medien, aber auch in höchsten politischen Kreisen und der Wirtschaft, wachsender Beliebtheit. Immer dann, wenn es darum geht, durch die subjektive Wahrheit einen fruchtbareren Boden für Erfolgsaussichten, Zielerreichung, Meinungsbildung etc. zu schaffen. Die bunte Palette von leichter Schönfärberei bis hin zur gezielten diffamierenden Lüge ist auch im Recruitingprozess keine unbekannte Größe – auf beiden Seiten des Arbeitsmarktes. Doch wie viel Fake verträgt ein Recruitingprozess?

Dabei gilt eines festzuhalten: Das extrem schlechte Image des Fakes ist durch die mediale Präsenz durchaus ein sehr neues Phänomen. Der altbekannte Slogan “Fake it until you make it” wäre ansonsten nicht seit Jahren oder gar Jahrzehnten ein Dauerbrenner in Sachen Erfolg und Karriere. Und auch die Fähigkeit zur Selbstvermarktung gälte nicht als eines der elementaren Soft Skills für all jene, die nach oben wollen. Wo verläuft also der schmale Grat zwischen souveräner aufrichtiger Selbst-PR und Mogelpackung? Ab welchem Punkt wird das Aufhübschen – sowohl bei Bewerbern als auch bei Arbeitgebern – zur kontraproduktiven Täuschung?

SIBB-Absolventin führt Hightech-Produkte in Brasilien ein

Dass Adriana Diaz del Pinal Laidig heute in Stuttgart lebt, kann sich die 30-Jährige selbst nicht anders als über Zufälle erklären. Nach dem Abitur in ihrer Heimat El Salvador studierte sie Advertising and Public Relations im spanischen Pamplona. Danach zog es sie fur ein Praktikum beim Konsumgüter-Riesen Unilever für zwei Jahre nach Shanghai. Dort lernte sie ihren Mann, einen Deutschen, kennen, mit dem sie nach Stuttgart zog. Auf Empfehlung einer Freundin beginnt sie das Masterstudium an der Steinbeis School of International Business and Entrepreneurship (SIBE) der Steinbeis-Hochschule Berlin (SHB); sie zögerte nicht lange und bewarb sich. Als die Wissler-Gruppe ein Studienprojekt an der SHB anbot, um ihre Produkte auf dem brasilianischen Markt einzuführen, erwies sich Adriana Diaz del Pinal Laidig, die sieben Sprachen spricht, als die ideale Kandidatin.

Die Unternehmensgruppe der Wissler Management und Technologie GmbH mit Sitz in Friedrichshafen umfasst mehrere Tochterunternehmen. Auch wenn deren High Tech-Produkte auf den ersten Blick wenig miteinander zu tun haben – allen ist gemein, dass Carbonfasern verarbeitet sind. Für zwei dieser Unternehmen ging Adriana Diaz del Pinal Laidig in ihrem Projekt die Erkundung des brasilianischen Markts an: Die altek GmbH entwickelt und produziert Carbon-Spritzen für die Landwirtschaft, mit denen Pflanzenschutzmittel auf Felder aufgetragen werden. Die CarbonSports GmbH baut Rennräder im Topsegment, die unter anderem bei der Tour de France eingesetzt werden – und so kam es, dass die SHB-Studierende auch schon auf einer Fachmesse mit Jan Ullrich gefachsimpelt hat!

AKADA Weiterbildung Bayer Leverkusen e. V. startet die nächsten finanziell geförderten IHK Lehrgänge

In den kommenden Monaten starten die nächsten Weiterbildungslehrgänge mit Schwerpunkt der Handels- und Personalwirtschaft bei der AKADA Weiterbildung Bayer Leverkusen e. V. Interessierte mit entsprechenden Vorkenntnissen und Zulassungsvoraussetzungen können sich ab sofort über die Homepage anmelden. Alle Lehrgänge laufen über einen Zeitraum von ca. zwölf Monaten und finden berufsbegleitend statt.

Der Vorbereitungslehrgang für den Abschluss zum Geprüften Handelsfachwirt startet am 10. Mai 2017. Jeden Mittwoch und Sonntag erwerben die Teilnehmer dabei Kenntnisse betriebswirtschaftlicher Problemstellungen von Unternehmen wie zum Beispiel Handels- und Dienstleistungsaufgaben, rechtliche Rahmenbedingungen, Marketing, Rechnungswesen, Mitarbeiter-Qualifizierung und Unternehmensführung sowie Qualitätsmanagement.