Reise

Gut beraten von den Experten der ERGO Group

Sabrina H. aus Reutlingen:
Ich habe gerade ein “Last-minute”-Schnäppchen gemacht und fliege in einer Woche spontan in den Urlaub. Bringt es etwas, wenn ich mich kurz vor Reiseantritt noch impfen lasse?

Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV (Europäische Reiseversicherung):
Bei einigen Krankheiten bietet auch eine Impfung kurz vor Abreise noch einen zuverlässigen Schutz vor Infektionen. Ein “Last-minute”-Impfschutz ist gegen Hepatits A, Grippe, Meningokokken-Meningitis und Typhus möglich. Des Weiteren helfen Auffrisch-Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Polio und Keuchhusten auch noch kurz vor dem Abflug. Voraussetzung: Der Urlauber muss vorher bereits einmal diese Impfung erhalten haben. An den Flughäfen Frankfurt, München, Berlin und Düsseldorf können sich besonders Kurzentschlossene sogar noch direkt vor Ort impfen lassen. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollten sich Urlauber vor Buchung ihrer Reise beim Auswärtigen Amt ( www.auswaertiges-amt.de) oder dem Centrum für Reisemedizin ( www.crm.de) über mögliche Impfempfehlungen informieren. Denn einige Länder können sogar die Einreise verweigern, wenn der nötige Impfschutz fehlt.
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Zukunftsforscher Alexander Mankowsky hält Keynote auf
3. Mobility Symposium von Deutscher Bahn und TIC

Experte für moderne Mobilität und Künstliche Intelligenz / Weitere Top-Speaker aus Reise- und Touristikindustrie / Gemeinsame Veranstaltung von Deutscher Bahn und Travel Industry Club (TIC) am 18. Mai in Frankfurt

Frankfurt, 12.5.2017 – Alexander Mankowsky ist einer der führenden Zukunftsforscher, wenn es um moderne Mobilität, autonome Fahrzeuge und Künstliche Intelligenz geht. Er arbeitet in der Zukunftsforschung der Daimler AG, ist Blogger und begehrter Speaker auf zahlreichen renommierten Veranstaltungen. Der Fokus von Mankowskys Arbeit liegt dabei stets im Hinterfragen der Auswirkungen der sozialen und technischen Innovationen auf die Mobilität von Morgen und auf das Zusammenwirken mit dem Menschen. In einem Interview mit der Zeitschrift “Wired” sagte Mankowsky jüngst: “Wir verändern Technologie, aber Technologie verändert auch uns.”

Reisegewinn darf keine Kosten verursachen

Teilt ein Unternehmen einem Verbraucher in einem Werbeschreiben mit, dass dieser eine Reise gewonnen hat, darf die Inanspruchnahme des Gewinns keine zusätzlichen Kosten verursachen – wie etwa Saisonzuschläge oder Kerosingebühren. Dies entschied laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH (D.A.S. Leistungsservice) das Landgericht Bremen.
LG Bremen, Az. 12 O 203/16

Hintergrundinformation:
Eine Urlaubsreise gewinnen: Wer will das nicht? Leider gibt es immer wieder Unternehmen, die diesen Wunsch für ihre Zwecke ausnutzen. Sie versprechen eine kostenlose Traumreise, im Kleingedruckten sind aber Zusatzkosten versteckt. Solche unseriösen Werbepraktiken können Konkurrenten, Verbraucherverbände oder Wettbewerbsvereine auf den Plan rufen. Sie können das entsprechende Unternehmen abmahnen. Reagiert der Abgemahnte darauf nicht, kommt es zu einer Unterlassungsklage. Der Fall: Ein Reiseanbieter hatte Verbrauchern Werbebriefe zugeschickt, in denen es hieß, dass diese eine “Traumreise” für zwei Personen in die Türkei gewonnen hätten. Bei näherem Hinsehen stellten die Empfänger fest, dass die Reise doch nicht ganz kostenlos sein sollte: Eventuell sollten ein Flughafenzuschlag sowie ein Saisonzuschlag anfallen. Informierten sich die Gewinner in der Rubrik “Exklusive Leistungen” näher über das Gebotene, erfuhren sie, dass sie zudem noch einen Beitrag zu den Treibstoffkosten zu leisten hatten. 49 Euro sollten als Kerosinzuschlag anfallen, zu zahlen vor Ort bei der Reiseleitung. Ein Wettbewerbsverein sah dieses Schreiben als unlautere Werbung an und verklagte das Reiseunternehmen auf Unterlassung. Das Urteil: Das Landgericht Bremen bestätigte die Ansicht des Wettbewerbsvereins. Nach Informationen des D.A.S. Leistungsservice sah das Gericht in dem Schreiben eine unlautere Werbung. Der Anhang zu § 3 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb liste eine Reihe von Werbemaßnahmen auf, die gegenüber Verbrauchern schlicht unzulässig seien. Dazu gehöre es auch, beim Verbraucher den Eindruck zu erwecken, dass dieser etwas gewonnen habe, wenn er den Gewinn nur bei Übernahme irgendwelcher Kosten tatsächlich in Anspruch nehmen könnte. Ein solches Gewinnversprechen sei unlauter und zu unterlassen.
Landgericht Bremen, Urteil vom 22. Februar 2017, Az. 12 O 203/16

Gut beraten von den Experten der ERGO Group

Tom W. aus Ansbach:
In den Pfingstferien fliege ich mit meiner Familie in den Urlaub. Wie kann ich meine Wertsachen wie Handy, Bargeld und Kreditkarte am besten vor Diebstahl schützen? Und was muss ich tun, wenn mir im Urlaub doch etwas gestohlen wird?

Birgit Dreyer, Reiseexpertin der ERV (Europäische Reiseversicherung):
Um Dieben im Urlaub keine Chance zu geben, sollten Reisende ihre Wertsachen niemals aus den Augen lassen. Das bedeutet konkret: Am Strand keine Tasche über die Lehne der Liege hängen und bei Ausflügen keine Wertgegenstände in den Außentaschen der Jacke oder den Hosentaschen verstauen. Handy und Geldbeutel sind in Innentaschen mit Reißverschlüssen oder in einem Brustbeutel unter der Kleidung sicherer. Es ist ratsam, möglichst wenig Bargeld bei sich zu tragen und wichtige Reisedokumente in der Unterkunft, zum Beispiel im Safe des Hotelzimmers, zu verwahren. Sind trotz aller Vorsichtsmaßnahmen plötzlich Handy oder Kreditkarte weg, sollten Reisende diese umgehend sperren. Unter 116 116 oder 030/4050 4050 werden die Bestohlenen direkt mit ihrem Provider oder ihrer Bank verbunden und können die entsprechende Sperrung veranlassen. Bei einem Diebstahl sollten die Betroffenen umgehend die Polizei vor Ort informieren. Die Wahrscheinlichkeit, die Diebe zu erwischen, ist zwar gering. Die Anzeige benötigen Urlauber jedoch, um den Schaden später bei ihrer Versicherung zu melden. Denn was viele nicht wissen: Auch im Urlaub greift teilweise der Versicherungsschutz der Hausratversicherung. Oder aber auch die Reisegepäckversicherung. Um eine Leistung von der Versicherung zu erhalten, muss es sich bei dem Vorfall allerdings um einen Einbruch oder Raub handeln. Ein sogenannter einfacher Diebstahl, beispielsweise aus der Hosentasche, ist nicht versichert.
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